Wie sieht Versorgung aus, wenn Digitalisierung und Arbeitsteilung wirklich im Alltag ankommt? 

Genau das konnten wir mit unserer HTH-Transferwerkstatt am 19. und 20. März bei den Hausärzten am Spritzenhaus erleben. 

Gemeinsam mit knapp 30 Praktikerinnen und Praktikern aus der haus- und fachärztlichen Versorgung, der Digital-Health-Branche und weiteren Bereichen des Gesundheitswesens haben wir einen praxisnahen Blick hinter die Kulissen bekommen. Im offenen Austausch wurde deutlich, was möglich wird, wenn digitale Tools, neue Rollen im Team und der Wille zur Veränderung zusammenkommen. 

Programm

19. März 2026 – Vorabendprogramm

bis 18:00 Uhr

Individuelle Anreise

18:00 Uhr

Besuch der Hausarztpraxis und Führung 
(inkl. Besichtigung der Räume und Technik)

20:00 Uhr

Individuelle Anreise

Pane & Vino, Freudenstädter Str. 43, 72270 Baiersbronn

20. März 2026 – Hauptprogramm

9:00 Uhr

Begrüßung

9:15 Uhr

Eröffnungsimpuls
Prof. Dr. Wolfgang von Meißner | Hausärzte am Spritzenhaus

10:00 Uhr

Thematische Vertiefung in Kleingruppen
(4 Gruppen à 45 Minuten)

  1. Versorgung:
    Digitale Tools im Praxisalltag (Dokumentation mit Scribe, etc.)
  2. Administration:
    Digitale Prozessunterstützung (Besuch des Back Office, Ticketabarbeitung, Terminvergabe, KI-gestützter Posteingang, etc.)
  3. Patientenperspektive:
    App-Registrierung, Terminbuchung, Medikamentenmanagement, Self-Check-In, etc.
  4. Skalierung:
    MedicBot-Plattform/KI-Ansatz/Business Case

12:15 Uhr

Mittagspause

13:15 Uhr

Thematische Vertiefung in Kleingruppen
(letzte Runde der Thementische)

14:00 Uhr

Gemeinsame Abschlussdiskussion
Zusammenführung der Erkenntnisse aus den Kleingruppen und gemeinsame Diskussion zur Umsetzung sowie zur Skalierung von digitalen Versorgungslösungen.

15:00 Uhr

Ende der Veranstaltung

Was wir mitnehmen 

Eine digital unterstütze und teambasierte Versorgung schafft freie Kapazitäten.

Das Beispiel der Hausärzte am Spritzenhaus zeigt eindrucksvoll, wie sich durch das Zusammenspiel von digitalen Tools und multiprofessioneller Zusammenarbeit bis zu 30 % mehr Patientinnen und Patienten betreuen lassen. 

Delegation ist kein Randthema, sondern ein echter Hebel.

Knapp 40 % der direkten Patientenkontakte werden dort von Physician Assistants oder Medizinischen Fachangestellten übernommen. Das entlastet Ärztinnen und Ärzte und stärkt die Versorgung im Team. 

Digitale Tools machen einen Unterschied – wenn sie sinnvoll eingebunden sind.

Terminbuchungen laufen digital, Medikationsbestellungen werden über App und digitalen Medikationsplan organisiert, KI unterstützt bei der Dokumentation. So bleibt mehr Zeit für das, was in der Versorgung zählt: die direkte Zuwendung zu Patientinnen und Patienten. 

Was es dafür braucht

Mut, Dinge auszuprobieren  

Nicht jede Lösung ist vom ersten Tag an perfekt. Aber ohne Ausprobieren gibt es keine Transformation. 

Unser Fazit:

Die Frage ist nicht, ob bessere, digital unterstützte Versorgung möglich ist. Sondern, wie wir funktionierende Modelle schneller in die Breite bringen. 

Danke an die Hausärzte am Spritzenhaus für die Offenheit, die Einblicke und den inspirierenden Austausch. 

Christian Hinke, Senior Project Manager

Die ganze Good-Practice-Reportage

der Hausärzte am Spritzenhaus können Sie nachfolgend lesen.

Ihr Ansprechpartner  

rund um die Transferwerkstatt „Digitalisierung, Delegation und Teampraxis: Primärmedizinische Versorgung neu gedacht“

Christian Hinke

Senior Project Manager BSt Gesundheit gGmbH christian.hinke@bst-gesundheit.de